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ORCHIDEEN BRAUCHEN LUFT ZUM ATMEN

SOS – meine Orchidee ertrinkt?! Rettung ist in Sicht: Das Orchitop-Kultursystem bringt mit seiner Stabkonstruktion das Wurzelwerk ans Tageslicht. Die Idee: Orchideen aus ihrem Topfgefängnis zu entlassen und dafür zu sorgen, dass die Wurzeln genügend frische Luft bekommen, erklärt Jürgen Schäfler, der Erfinder aus Langenargen.

„Ich wollte die Pflanzen meiner Mutter retten“, sagt Jürgen Schäfler, der seinen Lebensunterhalt normalerweise als Bodensee-Fischer verdient, zu seiner Motivation.

Die Königin der Blumen sei zwar anspruchsvoll, doch so schwierig, wie viele meinten, sei ihre Pflege nicht. Der häufigste Fehler, der begangen werde: „Die meisten Menschen gießen ihre Pflanzen zu oft.“ So wie Mutter Frieda Schäfler. Sobald ihre Orchideen die Blätter hängen ließen, folgte der Griff zur Gießkanne. Die unerfreulichen Folgen für Falterorchidee, Frauenschuh oder Vanda, die als Aufsitzerpflanzen keine nassen Füße unter Sauerstoffarmut vertragen, waren Land unter, verfaulte Wurzeln und im schlimmsten Fall das Ende.

ORCHIDEEN-LIEBHABER JÜRGEN WILL'S WISSEN

Jürgen Schäflers Ehrgeiz als Orchideenliebhaber war geweckt. Er begann zu überlegen, tüfteln, konstruieren. „Ich wollte es meiner Mutter einfacher machen. Sie sollte bis zu den Wurzeln sehen können, und diese sollten genügend Freiraum haben, um zu wachsen.“ Orchideen kaufen, ersaufen lassen, entsorgen und einfach durch neue Pflanzen ersetzen – damit soll endgültig Schluss sein. „Der Topf ist vor allem für Leute gedacht, die ihre Orchideen jahrelang pflegen, hegen und behalten und damit auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen. Denn bis eine Orchidee in den Handel kommt sind bis zu 8 Jahre vergangen und das hat viel Energie in den beheizten Gewächshäusern verbraucht.“, berichtet Jürgen Schäfler.

Den Prototypen fertigte er aus Bambusstäben, heute ist der mittlerweile patentrechtlich geschützte Orchitop-Orchideentopf aus hochwertigem, lebensmittelechtem Polycarbonat (Kunststoff) – und Made in Germany. Die Produktion erfolgt in Langenargen am Bodensee. An der Entwicklung beteiligt war und ist Ralf Beck, seines Zeichens Diplomingenieur Gartenbau (FH), der hier das nötige gartenbauliche Fachwissen mit eingebracht hat.

Die Abstände zwischen den einzelnen Stäben sind so gewählt, dass sich im Topfinneren ein Mikroklima bildet und Wurzeln einfach dazwischen hindurchwachsen können. „Das heißt, dass die Orchidee ohne Probleme wieder aus dem Orchitop entnommen werden kann“, betont der Erfinder. Nötig könnte das werden, wenn das alte Substrat wegen Zersetzung oder Schädlingsbefall ersetzt werden muss. Die Pflanze wird dann nach oben aus dem Topf gezogen, das Substrat behandelt oder ausgetauscht. Mutter Frieda freut sich mittlerweile sehr über ihre prachtvollen Exoten – und das dauerhaft. „Das Experiment ist gelungen“, stellt Jürgen Schäfler zufrieden fest.

Für weitere Informationen steht Ihnen das Orchitop-Team unter: info@orchitop.de gerne zur Verfügung!

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