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GIESSEN MIT DEM ORCHITOP – GANZ EINFACH!

Das richtige Gießen von Orchideen stellt neben dem Einhalten einer Ruhezeit (Temperatur, Substratfeuchte) die größte Herausforderung bei der erfolgreichen Kultur dieser Pflanzenfamilie auf der Fensterbank dar. Das Orchitop-Kultursystem wurde speziell dafür entwickelt, die Bewässerung so einfach wie möglich zu gestalten und Gießfehler weitestgehend auszuschließen.

Wie einfach das mit dem Orchitop-Kultursystem geht, hat der bekannte Autor für Orchideenliteratur, Jörn Pinske, in der Sendung des MDR Gartenmagazins vom 09.11.2014 gezeigt. Den Bericht des MDR finden Sie hier.

GRUNDSÄTZLICH KÖNNEN SIE MIT DEM ORCHITOP-KULTURSYSTEM AUF DREI ARTEN BEWÄSSERN
  • Gießen von unten (die von uns empfohlene Bewässerungsmethode, die bei den meisten Orchideen funktioniert)
  • Gießen von oben
  • Tauchen

In der folgenden Beschreibung haben wir alle Informationen zu diesem Thema ausführlich für Sie zusammengestellt. Wir sind dabei nach dem Motto verfahren „ lieber ein bisschen zu ausführlich als zu wenig“, damit wirklich alles klar und eindeutig beschrieben ist. Lassen Sie sich daher von der Länge nicht erschrecken – es ist nicht halb so kompliziert wie es vielleicht auf den ersten Blick aussieht.

Diese Informationen gelten primär für organische Substrate auf Rindenbasis wie z.B. das Seramis Spezialsubstrat für Orchideen oder die Mischung von Kiwi Orchid Bark mit grobem Tongranulat. Für Blähton/Semi-Hydrokultur oder Colomi-Orchideengranulat finden Sie die Gießhinweise auf den entsprechenden Seiten.

Sollten Fragen auftauchen, so zögern Sie bitte nicht, sich bei uns zu melden. Wir helfen gerne weiter.

ERMITTLUNG DES RICHTIGEN GIESSZEITPUNKTES

Das Orchitop-Kultursystem macht das Gießen von Orchideen so einfach und flexibel wie nie. Daher ist das einzig Entscheidende, den richtigen Zeitpunkt zu ermitteln, wann die Pflanze auch wirklich wieder Wasser benötigt.

Die folgenden Ausführungen gelten NICHT für die Kultur von Vandeen in Rindensubstraten. Siehe hierzu bitte die Anmerkungen ganz unten auf der Seite.

Grundsätzlich wird immer nur gegossen, wenn in der Wachstumsphase der Pflanze zwei Kriterien erfüllt sind:

  • Der Untersetzer ist komplett leer und trocken.
  • Das Substrat ist nur noch leicht feucht bis mittelfeucht (je nach Feuchtebedarf der Orchidee anhand der Wachstumsphase bzw. dem generellen Feuchteanspruch).

Den Feuchtigkeitsgehalt können Sie wiederum auf zwei Arten ermitteln:

  • über das Gewicht des Orchitopes
  • über die Substratfarbe
ERMITTLUNG DES GIESSZEITPUNKTES ÜBER DAS GEWICHT

Diese Ermittlungsart können Sie bei allen drei Orchitop-Größen anwenden, wobei sie am Besten beim Orchitop M funktioniert.

Beim Orchitop S und M greifen Sie den Untersetzer am Rand mit Daumen und Zeigefinger. Wenn noch viel Wasser im Substrat ist, wird das Gewicht des im Substrat enthaltenen Wassers über die Hebelwirkung verstärkt und das Orchitop erscheint schwer. Je weniger Wasser im Substrat vorhanden ist, desto leichter fühlt es sich an.

Aufgrund der Größe und des höheren Substratvolumens fassen Sie bitte das Orchitop L mit beiden Händen am Untersetzer an und heben es leicht an.

Das Orchitop ist am schwersten, wenn bei der Bewässerung von oben oder unten das Wasser aus dem Untersetzer gerade komplett aufgenommen wurde bzw. beim Tauchen, wenn das Orchitop aus dem Wasserbad entnommen wurde und abgetropft ist. Dieses Gewicht dient als Referenz.

ERMITTLUNG DES GIESSZEITPUNKTES ÜBER DIE SUBSTRATFARBE

Nimmt das Substrat Wasser auf, so erscheint es dunkel/dunkler bzw. glänzend-feucht, wenn es maximal mit Wasser gesättigt ist. Im Laufe der Zeit wird das Substrat dann immer heller bis es schließlich ganz trocken ist und die hellste Farbe erreicht hat.

Je nachdem, wie feucht Sie Ihre Orchideen kultivieren möchten, gießen Sie entsprechend, wenn die gewünschte Substratfarbe erreicht ist. Wie sehr das Substrat die Farbe bei Feuchtigkeit verändert hängt von den einzelnen Substratbestandteilen ab. Hier müssen Sie individuell entscheiden, ob die Substratfarbe bei dem von Ihnen eingesetzten Substrat als Kennzeichen für die Feuchte herangezogen werden kann.

Wir empfehlen Ihnen, sich über die Ermittlung des richtigen Gießzeitpunktes über das Gewicht an der entsprechenden Substratfarbe zu orientieren.

WICHTIGER HINWEISS!!! – GIESSEN NACH ZEIT

Grundsätzlich wird beim Orchitop M und L NIE nach Zeit gegossen (einmal die Woche, alle 5 Tage, …), denn der Wasserverbrauch ist von vielen Faktoren abhängig und schwankt sehr stark im Jahresverlauf. Würden Sie nach Zeit gießen ist die Gefahr viel zu groß, dass die Pflanze entweder zu viel oder zu wenig Wasser erhält.

Allein beim Orchitop S ist das mit einer gewissen Erfahrung möglich, wenn Sie von oben oder unten bewässern. Das Volumen des Orchitop S ist wesentlich geringer als das des Orchitop M, d.h. es muss im Vergleich zum Orchitop M früher wieder gegossen werden. Wir haben dabei festgestellt, dass die Anhebemethode aufgrund des generell geringeren Gewichtes nur bedingt aussagefähig ist und es daher das Beste ist, sich an der Farbe des Substrates zu orientieren. Nach unserer Erfahrung sollte der Untersetzer beim Orchitop S bereits 1 – 3 Tage nachdem er komplett leer ist, wieder aufgefüllt werden, um eine gleichmäßige Wasserversorgung zu sichern. Bitte passen Sie die Intervalle an Ihre speziellen Bedingungen an und beobachten Sie gerade in der Anfangsphase den Wasserverbrauch der Pflanze genau.

ALLGEMEINE HINWEISE

Gießen Sie nach Möglichkeit am Vormittag.

Gießen Sie immer nur mit zimmerwarmem Wasser.

Sorgen Sie dafür, dass die oberirdischen Pflanzenteile bei Einbruch der Nacht wieder komplett trocken sind.

  • GIESSEN MIT DER UNTERSETZERMETHODE

    Diese Bewässerungsmethode hat sich nach unserer Erfahrung als die beste herausgestellt. Damit können Sie bei Pflanzen im Orchitop M und L sogar einen 1 bis 2 wöchigen Urlaub (je nach Standort und Jahreszeit) überbrücken, wenn am Abreisetag der Untersetzer nochmal komplett aufgefüllt wird. So vermeiden Sie Gießfehler durch unerfahrene Pfleger und können sicher sein, dass Sie Ihre Orchideen auch bei Ihrer Rückkehr in einem optimalen Zustand wiederfinden. Auch Orchideen-Neulinge kommen mit dieser Methode sehr gut zurecht.

    Diese Gießmethode eignet sich nach unserer Erfahrung besonders gut für feuchteliebenden Orchideen oder Pflanzen mit sehr dicken Wurzeln wie Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis), Frauenschuh (Paphiopedilum, Phragmipedium) und Masdevallia.

    Für die Bewässerung von unten müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

    • 1. Das Substrat muss über eine gewisse Kapillarität verfügen, um das Wasser aus dem Untersetzer nach oben saugen zu können. Dies ist z.B. beim Seramis Spezialsubstrat für Orchideen der Fall. Sofern Sie ein Rindensubstrat wie das Kiwi Orchid Bark verwenden müssen Sie noch einen Substratbestandteil mit Kapillarwirkung wie z.B. das grobe Tongranulat beimischen. Über die Kapillarwirkung wird das Wasser ca. bis zu einem Drittel der Orchitophöhe nach oben transportiert.
    • 2. Die Wurzeln der Orchidee müssen lang genug sein, so dass sie in das untere Drittel des Orchitopes reichen. Nur dann ist sichergestellt, dass die Pflanze auch genug Wasser aufnehmen kann.
    • 3. Die Pflanze muss über einen Zeitraum von 2 Monaten an diese Form der Bewässerung gewöhnt werden. In dieser Zeit wird bei Wasserbedarf abwechselnd von oben und unten gegossen.

    Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Verwendung des Seramis Spezialsubstrates für Orchideen und gelten für Orchideen, die eine relativ gleichmäßige, mittlere Feuchte bevorzugen wie Phalaenopsis. Bei anderen Substraten können die Zeiten variieren.

    UND SO FUNKTIONIERT ES

    Um von unten zu bewässern stellen Sie das Orchitop in den Untersetzer und füllen diesen bei Wasserbedarf randvoll auf.

    Das Wasser wird über die Kapillarwirkung langsam nach oben gesaugt. Nach 1–2 Tagen sollte der Untersetzer nur noch halbvoll sein, nach 3–4 Tagen sollte der Untersetzer wieder komplett leer sein.

    Wird das Wasser schneller komplett aufgenommen (Untersetzer ist nach ein paar Stunden bis maximal einem Tag wieder komplett leer), dann haben Sie zu spät gegossen und das Substrat war schon sehr trocken – füllen Sie in diesem Fall den Untersetzer „ausnahmsweise“ (normalerweise füllen Sie nicht sofort wieder auf, wenn das Wasser komplett aufgesogen worden ist) nochmal bis zur Hälfte auf, um zunächst eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen.

    Steht länger als 4 Tage Wasser im Untersetzer (höher als 1cm), dann gibt es 2 Möglichkeiten:

    – Sie haben wieder zu früh gegossen und es ist noch genug Feuchte im Substrat, so dass weiteres Wasser kaum mehr aufgenommen werden kann.

    – Das Substrat verfügt noch über keine ausreichende Kapillarität (bitte beachten Sie hierzu auch den Punkt 1 bei den Voraussetzungen für die Bewässerung von unten). Letzteres kommt insbesondere in der Anfangsphase vor, wenn frisches Substrat verwendet und auf diese Gießmethode umgestellt wird. Deswegen ist es in der Startphase wichtig, über einen Zeitraum von 2 Monaten abwechselnd von oben und unten zu gießen.

    Bei dieser Methode handelt es sich um eine schonende Art der Bewässerung  (Wasser wird langsam über die Kapillarwirkung nach oben gesaugt, im Substrat sind verschiedene Zonen von Feuchte) und die Pflanze kann sich selbst aussuchen kann, wie tief sie in die Anstauzone wurzelt. Daher ist die Umstellung auf diese Gießmethode in der Regel problemlos, wenn Sie wie oben beschrieben vorgehen. Nach kurzer Zeit hat sich die Pflanze komplett darauf eingerichtet. Sie erkennen es dadurch, dass neue Wurzeln im unteren Drittel des Orchitopes gebildet werden, die oft direkt in den Untersetzerbereich wachsen und beim Gießen komplett mit Wasser bedeckt sind. Diese Wurzeln sind dann an die Feuchte gewöhnt, so dass Sie weiterhin problemlos den Untersetzer auffüllen können.

  • GIESSEN VON OBEN

    Gießen Sie tendenziell eher zu viel, so empfehlen wir Ihnen von oben zu bewässern. Hierzu muss nur eine Voraussetzung erfüllt sein, d.h. das Substrat muss über eine gewisse Kapillarität verfügen, um das Wasser aus dem Untersetzer nach oben saugen zu können. Dies ist z.B. beim Seramis Spezialsubstrat für Orchideen der Fall. Sofern Sie ein Rindensubstrat wie das Kiwi Orchid Bark verwenden müssen Sie noch einen Substratbestandteil mit Kapillarwirkung wie z.B. das grobe Tongranulat beimischen.

    Diese Bewässerungsmethode hat sich bei Orchideen mit dünnen oder feuchteempfindlichen Wurzeln wie Cattleya, Psychopsis, Miltonia oder Multigattungshybriden bewährt.

    UND SO FUNKTIONIERT ES

    Gießen sie ganz langsam und breitflächig auf die Substratoberfläche, bis Wasser in den Untersetzer durchläuft. Hören Sie auf zu Gießen, wenn der Untersetzer zu einem Drittel mit Wasser gefüllt ist – es läuft dann noch Wasser nach und der Untersetzer sollte dann maximal zur Hälfte gefüllt sein. Das Restwasser im Untersetzer wird über die Kapillarwirkung nach oben gesaugt bzw. verdunstet.

  • TAUCHEN

    Wenn Sie reine Rindensubstrate bzw. Substrate ohne wasserziehende oder -speichernde Zuschlagstoffe verwenden, so ist dies die einzig mögliche Bewässerungsmethode.

    UND SO FUNKTIONIERT ES

    Nehmen Sie den Untersetzer am besten ab und tauchen Sie das ganze Orchitop z.B. in einem Eimer (in den Sie Wasser oder Düngelösung gefüllt haben) unter Wasser so dass der Wasserspiegel maximal 1 cm unterhalb der Oberkante der Stäbe ist. Dann lassen Sie das Orchitop 10–15 Minuten im Wasser stehen, damit sich das Substrat und die Wurzeln mit Feuchtigkeit vollsaugen können und nehmen das Orchitop anschließend aus dem Wasserbad. Man  lässt es abtropfen, befestigt den Untersetzer und stellt die Pflanze wieder an den ursprünglichen Standort. Aus phytosanitären Gründen ist für jede Pflanze frisches Wasser/Düngelösung zu verwenden.

  • GIESSEN VON VANDEEN IM ORCHITOP-KULTURSYSTEM IN RINDENSUBSTRATEN

    Wenn Sie die Vanda wie von uns empfohlen eingetopft haben (Orchitop zur Hälfte mit Substrat füllen, dann erst die Pflanze einsetzen und Wurzeln in den Untersetzerbereich legen) wird die Pflanze zunächst über die Wurzeln im Unersetzer ernährt. Der Untersetzer wird daher wieder mit Wasser/Nährlösung gefüllt, nachdem die Wurzeln wieder komplett trocken geworden sind. Im Winter kann hier dann zusätzlich nach dem Abtrocknen der Wurzeln im Untersetzer noch 2–4 Tage gewartet werden, damit auch das Rindensubstrat genug Zeit hat, abzutrocknen.

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